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T ermine 2016 06.03.-07.03. Saarland-Pfalz 17.04.-18.04. Vogelsberg 15.05.-16.05. Thüringen 07.08.-08.08. Wartburg 20.08.-23.08. Deutschland (WM) 04.09.-05.09. Ostsee 23.10.-24.10. 3-Städte 06.03.-07.03. Saarland-Pfalz 17.04.-18.04. Vogelsberg 15.05.-16.05. Thüringen 07.08.-08.08. Wartburg 20.08.-23.08. Deutschland (WM) 04.09.-05.09. Ostsee 23.10.-24.10. 3-Städte
News 5.03.2016 Top Start für Sebastian von Gartzen in die neue Rallye Saison. Von Gartzen/Loth 4. Platz. bei der Saarland-Pfalz Rallye. Bestzeit auf Stadtkurs in Sankt Wendel. Der ADAC Opel Rallye Cup ist bei schwierigen äußeren Bedingungen in seine vierte Saison gestartet. Die am 04.03. gestartete ADAC Saarland-Pfalz Rallye, bildet mit 14 Wertungsprüfungen über 135,32 km den Auftakt zur Deutschen Rallye-Meisterschaft. Sebastian von Gartzen/Hans-Peter Loth fuhren mit seinem von JVG Racing eingesetzten Opel Adam Cup souverän auf den 4. Platz und waren damit beste Deutsche. Freitagabend wurden WP1 und WP3 abgesagt, weil Schnee Verwehungen die WPs Haupersweiler Hof 1 und 2 für Notarzt und Krankenwagen unpassierbar machten. Die Rallye begann damit auf dem Stadt-Rundkurs in St. Wendel. von Gartzen liess es in einem Feld von 18 genannten, technisch identischen Opel Adam Cup Rallye-Fahrzeugen auf der WP2 richtig krachen. Lange auf Platz 1 wurde er nur noch von Lokalmatador Johannes Dambach am Schluss auf Platz 2 verwiesen. Die starken Finnen mit Huttunen/Linnaketo und Schweden Kristensson und Berntsson wurden auf dem Asphalt Kurs 4.und 9. ! Damit war am Freitag Abend die erste Etappe für JVG Racing erfolgreich verlaufen. In der Nacht schneite es weiter kräftig in den Höhen Lagen des Saarlandes und das Team beschloss den vom Veranstalter erlaubten „Eisspion“ am nächsten frühen Morgen einzusetzen. Nach dessen Informationen beschloß das Team auf der Vorderachse Winterreifen und hinten geschnittene Regenreifen zu montieren. Die Entscheidung war richtig, man fuhr auf Anhieb unter die Top 5. Die folgenden WPs waren geprägt von vielen Ausrutschern der Konkurrenz. Sebastian behielt die Nerven und war nach der 2. Etappe auf gesamt Platz 5. Dann kam die 4. und letzte Etappe bei der die Teilnehmer wieder in die Nacht hinein fuhren. Zusatzscheinwerfer wurde angebaut, Reifen gewechselt und ab ging es auf die WP 10. Mit konstant schnellen Zeiten sind von Gartzen/Loth zwischenzeitlich auf Platz 4 vorgefahren. Auf der der WP 13 dann kam wieder der bekannt schnelle Stadt Rundkurs in St. Wendel. Erneut fehlerlos, brannte Sebastian eine Zeit von 4 Min. 40,1 in den Asphalt und fuhr damit Bestzeit! „Sebastian hat einen tollen Job gemacht, es waren unglaublich schwierige Bedingungen. Ständig wechselten Gripverhältnisse die höchste Konzentration und Fahrzeugbeherrschung verlangten. Es war sehr schwer keine Fehler zu machen. Ein 4. Platz und dazu noch eine Bestzeit, ein perfekter Start in die neue Saison,“ so Teamchef Jürgen von Gartzen und Vater von Sebastian. 10.08.2015 Aufholjagd endet auf Platz sechs Der vierte Lauf zum ADCA Opel Rallye Cup startete auf dem großen Werksgelände von Opel in Eisenach. Über 120 Rallye-Fahrzeuge, davon 20 Opel Teams, gingen bei sommerlichen Temperaturen auf die Jagd nach Bestzeit. 13 Wertungsprüfungen, davbon zwei Rundkurse, die einmal bei Tag und einmal bei Nacht gefahren wurden, mussten von den Teams bewältigt werden. Die erste Etappe umfasste vier Wertungsprüfungen. Nach bereits drei WP`s war Sebastian von Gartzen bereits Fünfter im Gesamtklassement des Opel-Cups. Dann kam die Nachtprüfung: Hier starteten die Teams in Sechser-Blocks, es mussten also sechs Fahrzeuge gleichzeitig auf die Strecke. Von Gartzen hatte eine starke Zwischenzeit, die sicher für einen Platz unter den Top Drei gereicht hätte. Doch dann lief er kurz vor der Zieldurchfahrt auf einen sehr langsam fahrenden Subaru auf. Der Fahrer hatte wohl Probleme die Strecke zu finden, da es durch Schotterpassagen auf der Strecke teils sehr staubig war und hielt mitten auf der Fahrbahn an. Vorbeifahren war unmöglich, da rechts und links tiefe Gräben waren. So verlor von Gartzen rund 40 Sekunden. Ein Zeitverlust, der in diesem dichten Feld gravierend war. So rutschte das Duo auf Platz 14 ab. "Für die zweite Etappe am nächsten Tag nahmen Sebastian und Enrico das Messer zwischen die Zähne", beschreibt Teamchef Jürgen von Gartzen die Motivation für den nächsten Tag. Die beiden steigerten sich kontinuierlich, fuhren erst die sechsschnellste, dann die zweitschnellste und zweimal die drittschnellste Zeit und kämpften sich so in der Gesamtwertung noch auf den sechsten Platz nach vorne. 09.06.2015 5. Platz im ADAC Opel Rallye Cup Pößneck. Beim dritten von acht Läufen zum ADAC Opel Rallye Cup innerhalb der DMV Thüringen Rallye trumpfte der 22- Jährige mit Beifahrer Enrico Flores-Trigo durch Beständigkeit und konstant guten WP Zeiten auf. Da das junge Team 8 Wochen lang nicht mehr im Rallye Auto saß (die Vogelsberg Rallye war nach WP4 durch einen Motorschaden sehr früh beendet), fehlten wichtige Trainings-und WP Km als Erfahrungsgrundlage. Beim zugleich fünften Lauf zum ADAC Rallye Masters standen für die Teams am Samstag 10 anspruchsvolle Wertungsprüfungen (WP) über 136 Kilometer auf Bestzeit um Pößneck auf dem Programm. In der Auftaktprüfung gelang von Gartzen im 140 PS starken Opel Adam die 9. Gesamtzeit unter insgesamt 19 Teams. In den folgenden WP fuhr Sebastian zunächst mit wenig Risiko aber beständig unter die Top Ten. "Es hat gestern schon beim Shake Down (freies, ungezeitetes Training auf abgesperrter Strecke ) einen Totalschaden in unserem Feld gegeben und heute gab es direkt auf der WP1 von Neuville/Kohl den nächsten Crash. Die Streckenführung der Thüringen ist sehr anspruchsvoll und macht großen Spaß, ist aber mit den vielen ultraschnellen Asphalt Prüfungen die meist auf Landstraßen mit dicken Allee Bäumen gefahren werden, sehr gefährlich. Ein kleiner Fehler und Du steckst in einen Baum! Wir brauchen jetzt ein Ergebnis und wichtige Punkte" war die Devise des 22 Jährigen Sebastian von Gartzen. "Genau die richtige Taktik", wie Vater und Teamchef Jürgen zustimmte: "Rallye wird nie auf den ersten WP Prüfungen gewonnen, sondern am Ende zeigt sich wer insgesamt am wenigsten Fehler gemacht hat." So steigerten sich von Gartzen/Flores-Trigo kontinuierlich, fuhren auf der WP 9 die 5.schnellste Zeit und waren damit kurzzeitig auf Gesamtrang 4 inmitten einer sehr starken und erfahrenen fünfer er Gruppe, unter denen die Führung ständig wechselte. Dann wurde es noch einmal richtig spannend. Vor der letzten WP kam der Regen-und damit Hektik und Streß auf. Es galt die richtige Entscheidung bei der Reifenwahl zu treffen. Sebastian und Enrico hatten 2 Regenreifen ins Fahrzeug gepackt und wechselten die Reifen innerhalb kürzester Zeit knapp vor dem Start der WP 10. Leider trocknete es dann doch wieder auf der Prüfung ab, so dass man mit den Regenreifen auf der Hinterachse leicht benachteiligt war. Trotz dieses Nachteils fuhr Sebastian noch mit Platz 9 in die Top Ten. Am Ende reichte es nach 1Stunde19,76 Minuten Fahrzeit zum respektablen fünften Rang in der Gesamtwertung des ADAC Opel Rallye Cup`s. "Unsere Strategie ist aufgegangen, wir haben wichtige Punkte für die Meisterschaft mitnehmen können und bereiten uns jetzt gründlich für die Rallye Wartburg vor, die am 07-09. August stattfindet." so Sebastian von Gartzen. Nach 10 WPs über 136 Kilometer auf Bestzeit holten sich Julius Tannert/ Jennifer Thielen nach 1:17:23,8 Stunden Fahrzeit den Tagessieg im ADAC Opel Rallye Cup 06.03.2015 Schwieriger Auftakt für von Gartzen/Engel bei der Saar-Pfalz Rallye Das Motorsport Jahr 2015 begann für das Team und Sebastian von Gartzen zunächst sehr positiv! Endlich hatte man mit zwei Top Partnern eine perfekte Basis für eine erfolgreiche Rallye Saison geschaffen. Auto Bild Motorsport, der hessische Sportwagen Vermieter Alpha Cars und der ADAC Hessen Thüringen sind die Haupt-Partner und Förderer von Sebastian in der Saison 2015. Die Saar-Pfalz Rallye die auch zur deutschen Rallye Meisterschaft zählte, umfasste 135 Wertungsprüfung -Kilometer (WPs) verteilt auf 12 WPs. Nach einem guten Start am Freitag Abend in St. Wendel war Sebastian von Gartzen/Marvin Engel in einem starken internationalen Feld nach drei Nacht-WPs auf Platz 5 (von 20 Starter ) gefahren. Damit beendete der 22 jährige Nachwuchspilot erfolgreich den ersten Tag. Die WP Spiemont (WP4) am nächsten Tag endete noch mit ein zufriedenstellendes Ergebnis mit Platz 6, ein kleiner Ausrutscher durch einen Acker kostete ein paar Sekündchen. Dann kam WP 5 Freisen, eine Sprint Prüfung. Ein Fehler im Aufschrieb, den die Rallye Piloten vor der Rallye beim langsamen Abfahren erstellen, kostete einen Dreher, der auf einer Wiese endete, aus der man erst nach 4 Minuten wieder rauskam, da noch umherliegender Schnee nur eine Weiterfahrt mit Hilfe der Zuschauer ermöglichte. Dadurch entstand ein Rückstand in Minuten Größe , der in einem solchen dichten Feld kaum wieder aufzuholen ist. Aber es kam noch schlimmer! In WP 9, ein 26 km langer Rundkurs erwischte Sebastian beim cutten unglücklich einen am Streckenrand verdeckt liegenden Stein, dass die Radaufhängung vorne links beschädigt wurde. Das schnell und fehlerlos arbeitenden Service Team rund um Björn Mohr wechselte innerhalb von 25 Minuten während der erlaubten Service Zeit erfolgreich alle beschädigten Teile! Der Rückstand in der Rallye war aber dennoch zu groß. Die letzten Prüfungen WP 10 bis 12 fuhr Sebastian fehlerlos, was am Ende mit Platz 13 honoriert wurde. Damit gab es immerhin noch 8 Punkte, die am Ende der Meisterschaft wertvoll sein können! Sieger wurden Julius Tannert/Jennifer Tiehlen (D+Lux) in einer Gesamtfahrzeit von 1h.36,1 vor Jacob Madsen/Jensen Line Lykk (Schweden ) und Vuorisalo Samuli/ Hellsten Eetu-Pekka (Finnland) Bis zur nächste Rallye mit der es am 17/18.April bei der „Vogelsberg“ weitergeht, wird Sebastian mit seinem neuen Beifahrer Enrico Flores-Trigo noch viele Trainings-Kilometer erfahren, insbesondere um das wichtige Thema „Aufschrieb“ das vor der eigentlichen Rallye erstellt wird, zu perfektionieren. 09.05.2014 Ein Strohballen, ein Erdwall und ein schneller Pilot Sebastian von Gartzen wird bei Vogelsberg-Rallye unfreiwillig ausgebremst WEHRHEIM - (red). Nachdem der Saisonauftakt 2014 bei der ADAC-Rallye-Erzgebirge für den Wehrheimer Sebastian von Gartzen mit einem fünften Platz schon sehr erfolgreich verlaufen war, sorgte der erste Meisterschaftslauf zum ADAC-Opel-Rallye-Cup bei der Hessen-Rallye-Vogelsberg bei Experten für hochgezogene Augenbrauen, denn von Gartzen/Loth ließen es von Anfang an richtig krachen: Platz zwei in der ersten Wertungsprüfung, Bestzeit in WP 2, Rang vier in WP 3. Und da war, wohlgemerkt, ordentlich Schotter dabei gewesen. Unter besten vier Doch dann geschah etwas, das vor allem Co-Pilot Loth die Zornesröte ins Gesicht trieb: „In der vierten Wertungsprüfung stand an der Innenseite einer Rechtskurve ein Strohballen, der auch so im Aufschrieb vermerkt war. Den hatte irgendjemand vor uns weggefahren. Einige Autos ließ man ohne Strohballen durchfahren, die dann natürlich die Kurve schnitten und ordentlich Dreck auf den Asphalt warfen. Und dann stellten die Streckenposten den Strohballen wieder hin aber weiter in die Straße als vorher. Und als wir mit vollem Tempo ankamen, war aus der Rechts-Vier-Minus eine Rechts-Drei geworden. Plus jede Menge Split auf der Straße...“ Das Rallye-Fachchinesisch bedeutet: Der Radius der Kurve um den Strohballen herum war nach dem Zwischenfall geringer als im Aufschrieb vermerkt und von Gartzen demnach deutlich zu schnell. „Als wir auf den Split gerieten, konnte ich absolut nichts mehr machen“, meinte der Sohn des ehemaligen Rundstreckenpiloten Jürgen von Gartzen schulterzuckend. Bis der gelbe Opel Adam wieder auf Kurs und Tempo war, waren rund eineinhalb Minuten und sämtliche Siegchancen zum Teufel. Und Loth so richtig angefressen: „So etwas habe ich in 30 Jahren Rallyesport noch nie erlebt.“ Dass von Gartzen/Loth in der siebten Wertungsprüfung dann auch noch rückwärts so unglücklich in einen Erdwall rutschten, dass der Auspuff des Adam komplett zugesetzt war und erst mühsam gesäubert werden musste, bevor der Motor wieder ansprang (Zeitverlust inklusive Strafzeit wegen zu spätem Erscheinen an der Zeitkontrolle: gut zehn Minuten), war da irgendwie auch schon egal. Sebastian von Gartzen: „Immerhin waren wir schnell denn bei allen weiteren Wertungsprüfungen waren wir immer unter den besten vier und zwar mit gebrauchten Reifen. Das ist das Wichtigste, das nehmen wir mit nach Hause. Und bei der nächsten Rallye gibt’s von uns wieder Maximum Attack.“ Der nächste Lauf zum ADAC-Opel-Rallye-Cup findet am 13. und 14. Juni bei der Rallye Stemweder Berg statt. 25.01.2014 Auf den Spuren von Ogier und Loeb Wehrheimer Talent Sebastian von Gartzen (21) glänzt nach dem Wechsel zu den Rallyefahrern und will Profi werden Er hat Benzin im Blut: Sebastian von Gartzen ist auf einem guten Weg, sich in der Rallyeszene einen Namen zu machen. Vor einem Jahr wechselte der junge Wehrheimer vom klassischen Motorsport zu den Rallyefahrern und mischt trotz schwieriger Rahmenbedingungen bereits vorne mit. Sein großer Traum ist die Teilnahme an der World Rallye Championship (WRC). Wehrheim. „Rallye war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.“ So lautet das Fazit des 21 Jahre alten Wehrheimer Nachwuchsrennfahrers Sebastian von Gartzen nach seiner ersten Saison im ADAC Opel Rallye Cup. Um in den Motorsport einsteigen zu können braucht man Kontakte. Diese hatte Sebastian von Gartzen bereits früh, da sein Vater Jürgen selbst Rennfahrer war und unter anderem beim Porsche Supercup sowie den berüchtigten 24 Stunden von Le Mans an den Start ging. Selbst kam Sebastian von Gartzen allerdings erst mit 14 Jahren zum Motorsport, was relativ spät ist. „Rückblickend finde ich es schade, dass ich nicht schon früher begonnen habe“, sagt von Gartzen mittlerweile. „Rookie“ des Jahres So wie fast jeder junge Rennfahrer steigt auch von Gartzen zunächst in den Kartsport ein, dem er vier Jahre lang treu bleibt. 2007 wird er nach einem 3. Platz in der Fahrerwertung der „AvDPro2000 Serie“ zum „Rookie of the Year“ gewählt. Auf den Strecken in Hahn und Bopfingen kann er erste Rennsiege feiern. Nach einem Test- und Erfahrungsjahr 2008 in der „RotaxMaxChallange“ steigt er 2009 in die „DMV Kart Championship“ auf, die er auf einem 5. Platz abschließt. 2010 fährt von Gartzen ein Rennwochenende in der Formel Renault, bei dem er zwei Mal einen starken 4. Platz belegt. In der härtesten Klasse Im darauffolgendem Jahr steigt er endgültig in die Formel Renault ein die härteste Nachwuchsserie in Europa. „Man kann sie sich wie die ,kleine Formel 1 vorstellen“, so von Gartzen. Weil er nicht genügend Sponsoren hat, kann er allerdings nicht alle Rennen und auch nur wenige Testfahrten bestreiten. „Ich bin im vorderen Mittelfeld mitgefahren, was angesichts der wenigen Fahrpraxis sehr zufriedenstellend ist“, lautet von Gartzens Saisonfazit für 2011. Suche nach Sponsoren Auch 2012 gestaltet sich die Suche nach Finanzgebern schwierig. Neun Monate lang fehlt im das Geld, um an den kostenintensiven Rennen teilzunehmen. Ein einziges Mal kann er melden und landet im tschechischen Most in der Formel ADAC direkt auf dem „Treppchen“, wird Zweiter! „Angesichts dessen, dass ich nach so langer Zeit erstmals wieder in einem Rennauto gesessen bin, ein sehr starkes Ergebnis. Leider ist es oft so, dass neben Glück und Talent vor allem das Geld darüber entscheidet, ob man ein Cockpit bekommt. Dies ist in den Nachwuchsserien genauso der Fall, wie in der großen Formel 1“, kommentiert von Gartzen die Situation im Motorsport. Wechsel zum Rallyesport Am Anfang des Jahres 2013 wird Sebastian von Gartzen durch Presse und Werbung auf den ADAC Opel Rallye Cup aufmerksam, indem er von nun an für das ADAC Team Hansa an den Start geht. Sein Auto, ein Opel Adam, hat 140 PS und wiegt 1000 kg. Der Wagen hat ein sequentielles 5-Gang-Getriebe, welches das Schalten ohne gleichzeitiges betätigen der Kupplung ermöglicht. „Zu Beginn war ich sehr skeptisch, da im Rallyesport alles anders ist als im Formelsport. Rallye zu fahren war aber die richtige Entscheidung und ich werde mich weiterhin darauf konzentrieren“, so von Gartzen zum Wechsel in die Rallyerennserie. „Der Hauptreiz besteht darin, dass man sich jede Sekunde 100 Prozent konzentrieren muss.“ Zum Saisonstart, Sebastian von Gartzen war mit damals 20 Jahren der jüngste Teilnehmer im Feld, sei es sein Ziel gewesen, viel Erfahrung zu sammeln und möglichst immer ins Ziel zu kommen. Dies ist ihm eindrucksvoll geglückt. Von Gartzen konnte jedes Rennen beenden, was er auch auf die Zuverlässigkeit seines Autos und die Unterstützung des Teams zurückführt, das dafür sorgt, dass sein Wagen gut eingestellt ins Rennen geht. „Sebastian hat bei jeder Rallye die Zielflagge gesehen, was bedeutet, dass er gut und professionell mit dem Material umgegangen ist und keinen Unfall hatte, was bei der Komplexität einer Rallye bemerkenswert ist. Es gibt insgesamt nur drei Fahrer in der gesamten Meisterschaft, die keinen Ausfall vorweisen können“, so Vater Jürgen, der das Management für seinen Sohn übernommen hat. Einen großen Anteil am gelungenen Rallye-Einstand seines Sohnes habe aber auch dessen neuer Beifahrer Hans-Peter Loth aus Frankfurt. Sebastians bisheriger Co-Piloten, Marcel Eichenauer aus Ruhla, trat aus privaten Gründen kürzer, auch wegen des tödlichen Unfalls seiner Sportkameradin Janina Depping. Deutschlands bis dato beste Rallyefahrerin war Anfang August 2013 bei der Wartburg-Rallye schwer verunglückt und ums Leben gekommen. Ein Sport mit Schattenseiten Dass der Tod immer mitfährt, ist dem jungen Wehrheimer durchaus bewusst: „Der Rallyesport ist sehr gefährlich. Es gibt keinen Platz für Fehler, da sich am Straßenrand direkt Bäume oder andere Hindernisse befinden.“ Depping war zusammen mit ihrer Co-Pilotin Ina Schaarschmidt gegen einen Baum geprallt. Die 29-jährige Schaarschmidt verstarb an der Unfallstelle, Depping erlag wenige Tage später im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.“ Schon 2007 hatte es bei der 48. Auflage der Wartburg-Rallye einen tödlichen Unfall gegeben. Damals prallte der BMW von Pilot Dirk Zipfel gegen einen Baum. Der 45 Jahre alte Co-Pilot Mathias Rohlfs kam ums Leben, Zipfel wurde schwer verletzt. Auch im Jahr 2000 hatte es bei der Rallye in Thüringen einen Todesfall gegeben, als ein Fahrzeug in eine Zuschauergruppe geschleudert wurde. „Natürlich lässt das einen nicht unberührt. Einen schlimmen Unfall hatte ich zum Glück noch nicht. Angst habe ich keine, andernfalls bräuchte ich gar nicht erst ins Auto zu steigen. Und mit hinzukommender Erfahrung wird auch die Nervosität immer weniger“, sagt von Gartzen. Am Ende der Saison belegte er Platz 8 (von 24) in der Gesamtwertung und Platz 7 (von 20) in der Juniorenwertung. „Diese Leistung ist umso höher einzuschätzen, wenn man bedenkt, dass manch andere Fahrer bereits drei bis vier Jahre Erfahrung im Rallyesport vorweisen kann.“ Die WRC im Blick Als seinen bislang größten sportlichen Erfolg bezeichnet von Gartzen den 5. Platz bei der Deutschlandrallye 2013. Hat er ein Vorbild? „Natürlich orientiert man sich an den ,Großen, wie Sebastien Ogier und Sebastien Loeb, aber am Ende macht man doch sein eigenes Ding“, so von Gartzen. Für die nächste Saison hat er sich als Ziel gesetzt, den ADAC Opel Rallye Cup unter den ersten fünf zu beenden. „Ich bin sehr zielstrebig und ehrgeizig und verfüge über eine sehr gute Fahrzeugbeherrschung, allerdings gibt es immer Abläufe die ich noch verbessern kann.“ Vor wenigen Wochen hat der Wehrheimer erfahren, dass ihn der ADAC Hessen-Thüringen in der Saison 2014 fördern wird. „Das beinhaltet finanzielle Unterstützung, sowie Mentaltraining mit Sportpsychologen. Ebenfalls werden mehrmals im Jahr so genannte Leistungstests durchgeführt, nach denen dann mein Trainingsplan erstellt beziehungsweise geändert wird.“ Von Gartzens Ehrgeiz wird deutlich, wenn man seine langfristigen Ziele betrachtet: Er möchte mit dem Rallyesport Geld verdienen. Dies funktioniert allerdings nur in der World Rallye Championchip (WRC). „Die Formel 1 in der Rundstrecke und die WRC im Rallyesport sind die Königsklassen in ihrem Genre. Man kann aber beides nicht wirklich miteinander vergleichen.“ 28.10.2013 Sebastian von Gartzen erneut unter Top Ten! Nach insgesamt 265 km und davon 111 WP-Kilometer erreichten Sebastian von Gartzen und Peter Loth einen überzeugenden 7. Platz bzw. 6. Platz in der Juniorwertung bei der 3 Städte Rallye in Bayern, (Bad Füssing). Auch diesmal gab es wieder eine Steigerung, von Gartzen/Loth fuhren bei allen WPs unter die Top Ten! „ Sebastian hat die steilste Lernkurve und sein Ergebnis als absoluter Rallye Rookie ist beeindruckend“ so ein Opel Verantwortlicher. Die Rallye wurde bei traumhaft schönen Herbstwetter gestartet und den ganzen Tag blieb es trocken. Auch diesmal gab es Passagen mit Schotter, auf denen Sebastian nun wesentlich besser zurecht kam. Auch hier zeigt die Lernkurve steil nach oben. Die Asphaltprüfungen waren allesamt sehr schnell, teilweise auf abgesperrten Landstraßen, die ein „großes Herz“ verlangten. Hier fuhr der 20 jährige Rallye-Rooki auch seine 4. schnellste WP-Zeit. „Das kenne ich noch von der Rundstrecke, da war Sebastian auf den schnellen Kursen mit Hochgeschwindigkeits- Kurven immer ganz vorn dabei“ meinte sein Vater stolz! Sebastian hat zudem bei jeder Rallye die Zielflagge gesehen, was bedeutet, daß er gut und professionell mit dem Material umgegangen ist und trotz Rallye Neuling keinen Unfall hatte, was bei der Komplexität einer Rallye bemerkenswert ist. Es gibt insgesamt nur 3 Fahrer in der gesamten Meisterschaft, die keinen Ausfall vorweisen können! „Wobei natürlich auch das Team seinen Anteil daran hat, da es durch gute und gewissenhafte Vorbereitung erst einmal die Grundlagen geschaffen hatte, daß es keinen technischen Ausfall gab, allen voran Wolfgang März, der als Teamchef einen sehr engagierten und erfolgreichen Job machte!. Meinen großen Dank auch an die unterstützenden Sponsoren Daeges (Ingenieurbüro Wangen, Allgäu), Truka Autozubehör aus Wehrheim sowie die Firma KCS Knab (Pohlheim bei Butzbach)“ so Sebastian von Gartzen nach der Rallye. Insgesamt beendete das Team Von Gartzen/Loth nach 8 Rallyes die Meisterschaft auf Platz 8 in der Gesamtwertung (von 24 gestarteten Teams) und Platz 7 in der Junior-Wertung. „Dies ist ein hervorragendes Ergebnis das unsere Erwartungen weit übertroffen hat. Als Ziel hatten wir ursprünglich die Top 12 avisiert, da es sehr viele arriviertere und erfahrenere Fahrer in dem ADAC Opel Rallye Cup gibt. Daher sind wir hochzufrieden und freuen uns auf die nächste Saison, die wir erneut mit unserem Hauptsponsor Daeges in Angriff nehmen werden“ , so Jürgen von Gartzen, Vater und Team Inhaber. Gewonnen haben den ADAC Oepl Rallye Cup 2013 das erfahrene Team Markus Fahrner/Michael Wenzel vor den Juniorcup Gewinnern Marijan Griebel/Alexander Rath.
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